Werkbund Werkstatt Nürnberg

gestalten • handeln • sehen • lernen

Der Arbeitsprozess

Der größte Teil der Ausbildungszeit ist der praktischen Werkstattarbeit vorbehalten. Als Ausgangspunkt hierfür geben die Dozenten Themen und Aufgaben mit gestalterischem und handwerklichem Hintergrund vor. Die Studierenden bearbeiten diese dann durch eigene Wege und Lösungen. Genau so wichtig, wie das gewünschte Endergebnis ist die Erfahrung der Arbeit als Prozess, als ein komplexer Ablauf.

Die Teilnehmer erkennen auftretende Schwierigkeiten, reagieren auf die eigenen Wahrnehmungen und lernen mit unerwarteten Situationen umzugehen. Sie sind aufgefordert eine selbständige Arbeitsweise zu finden.

In gestalterischer Hinsicht stellt sich die Frage, wie sich Ideen und Vorstellungen in Skizzen, Plänen und Modellen umsetzen lassen, um zu den gewünschten Ergebnissen zu kommen. In speziellen Seminaren werden hierfür geeignete Methoden vorgestellt und vermittelt.

So verbinden sich in der Praxis Wahrnehmen und Handeln zu einer umfassenden Gestaltungsarbeit. Besonders wichtig ist, dass in der direkten Auseinandersetzung mit den Vorgängen und Materialien Scheitern und Gelingen während der Tätigkeit erfahren werden.

Als Beispiel kann die Funktion des rhythmischen Tuns bei fast allen handwerklichen Tätigkeiten dienen: Wenn man den Rhythmus, der dem Schmiedehammer durch Gewicht und Federkraft eigen ist, nicht aufgreift, kann die Arbeit nicht in Fluß kommen.