Die Werkbund Werkstatt Nürnberg ist eine gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung (gGmbH). Der gemeinnützige Verein Werkbund Werkstatt Nürnberg e.V. ist Träger der gGmbH. Unser gestalterischer und handwerklicher Unterricht findet im Werkstattbereich des Künstlerhauses der Stadt Nürnberg statt. Zur Zeit befinden sich die Unterrichtsräume in einem Interimsquartier in unmittelbarer Nähe. Der Rückumzug ist für 2023 vorgesehen.

Die Dozentinnen und Dozenten der einzelnen Fachbereiche sind selbständige Künstlerinnen und Künstler sowie Gestalterinnen und Gestalter. Sie stellen ihre individuellen Erfahrungen zur Verfügung, geben Anleitungen für die Gestaltungsarbeit, für die Handhabung von Werkzeugen und für den Umgang mit Materialien. Sie engagieren sich für eine lebendige Vermittlung in einer offenen, wertschätzenden Atmosphäre und begleiten die Teilnehmenden unterstützend in ihrem individuellen Erfahrungs- und Entfaltungsprozess. Es geht um die Eröffnung eines Raumes, in dem im Zuge des kreativen Prozesses auch Ungewohntes gedacht und ausprobiert werden kann. Momente hoher Konzentration verbinden sich mit Elementen von Überraschung, von Erfahrung des eigenen Tempos, dem Bezug zur Gruppe, der Selbstreflektion und dem Gewinn neuer Erkenntnisse.

Der gemeinnützige Verein Werkbund Werkstatt Nürnberg e.V. ist Träger der WWN gGmbH und begleitet die Arbeit der Werkbund Werkstatt Nürnberg inhaltlich.
Der Vorstand des WWN e.V. besetzt die Geschäftsführung der WWN gGmbH und tauscht sich in regelmäßigen Treffen mit dieser aus. Er ist erste Anlaufstelle bei Angelegenheiten, die nicht den operativen Betrieb der Werkbund Werkstatt Nürnberg betreffen, wie eine Ausrichtung von Veranstaltungen, die Gewinnung von Fördergeldern oder fachliche Hilfe bei Veröffentlichungen. Gleichzeitig berät der Vorstand des WWN e.V. die Geschäftsführung im operativen Geschäft zur Sicherstellung der satzungsmäßig festgeschriebenen Ausrichtung und der Aufgaben der Werkbund Werkstatt Nürnberg; die aktuelle Satzung des WWN e.V. können Sie hier runterladen. 
Auf einer jährlich stattfindenden Mitgliederversammlung sowie in regelmäßigen Rundschreiben werden die Mitglieder des WWN e.V. über alle neuesten Entwicklungen rund um die Werkbund Werkstatt Nürnberg informiert. So wirken die Mitglieder des WWN e.V. wie auch die Fördermitglieder tief in die Gesellschaft ein und verwurzeln dort die Werkbund Werkstatt Nürnberg.

Satzung WWN e.V.

Engagieren Sie sich für die Arbeit des WWN e.V. und bewerben Sie sich als Mitglied!

Die vielfältigen Angebote zu den Themengebieten ZEICHNEN, FLÄCHE & FARBE sowie KÖRPER & RAUM führen die Teilnehmer*innen systematisch an die Grundlagen der Gestaltung heran. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wenden diese gestalterische Basis konkret in den materialbezogenen Werkstätten Holz, Glas, Metall und Textil an. Seminare in Entwurf und Modellbau, Kunstgeschichte, Perspektivisches Zeichnen, Theater, Kommunikation, Kunsttheorie, Designtheorie sowie Ausstellungsbesuche und Exkursionen ergänzen die Arbeit in den Werkstätten. Neben dem Umgang mit Material und Werkzeug und dem Kennenlernen handwerklicher Techniken vermittelt die Werkstattarbeit wichtige Einblicke in Planungs- und Arbeitsprozesse, vom Entwurf über die Umsetzung bis zur Präsentation des fertigen Werkstücks.

Geschichte der WWN

Die Teilnehmenden verbringen den größten Teil ihrer Ausbildungszeit in den WERKSTÄTTEN und suchen Bearbeitungs- und Lösungsansätze für Themen und Aufgaben mit gestalterischem und handwerklichem Ansatz. Die Aufgaben und Themenstellungen werden von den Dozentinnen und Dozenten gestellt. Dabei sind die Themenstellungen formal-abstrakt formuliert, so dass eine experimentelle und offene Umsetzung des Themas grundsätzlich gegeben ist. Ebenso wichtig wie das gewünschte Ergebnis ist dabei die Erfahrung der Arbeit als Prozess mit komplexem Handlungsablauf: Die Teilnehmenden erkennen im Lauf der Zeit selbstständig die auftretenden Schwierigkeiten, reagieren auf die eigenen Wahrnehmungen und lernen mit unerwarteten Situationen umzugehen; sie eignen sich dadurch eine selbständige Arbeitsweise an. Wichtig dabei ist es, die gestalterische Arbeit als einen vielschichtigen Prozess kennen und meistern zu lernen. Auf diesem Weg helfen verschiedenste kreative Strategien und gestalterische Techniken, um Ideen und Vorstellungen mithilfe von Skizzen, Entwurfszeichnungen und Modellen zu konkretisieren und schließlich in ein fertiges Werk umzusetzen. Solche Methoden werden in unseren Seminaren vorgestellt und vermittelt; in der Praxis verbinden sich dadurch Wahrnehmen und Handeln zu einer umfassenden Gestaltungsarbeit. In der direkten praktischen Auseinandersetzung mit den Vorgängen und Materialien erfahren die Teilnehmenden direkt sowohl das Gelingen als auch das Scheitern als zentrale, wichtige Elemente eines jeden Prozesses.

Zum virtuellen Ausstellungsrundgang 2020

Die WWN ist eine fachübergreifende Bildungseinrichtung. Sie bietet eine Basisausbildung zur beruflichen und vor allem persönlichen Orientierung. An der Schnittstelle von Schule, Beruf und Studium oder beim Berufswechsel vermittelt die WWN notwendige Entscheidungshilfen und Ergänzungen zum herkömmlichen Bildungssystem. Ziel und Inhalt sind die Förderung von Schlüsselqualifikationen, um trotz permanenter Veränderung in der Arbeitswelt bestehen zu können:

  • Selbstorganisation und Urteilsvermögen
  • Teamfähigkeit und Selbstwirksamkeit
  • Kreativität und bildnerisches Denken
  • Offenheit gegenüber neuen Situationen und Entwicklungen
  • Reflexion der eigenen Potentiale und Selbstwahrnehmung
  • Unternehmerisches Handeln

Unsere Kurse schaffen dadurch eine belastbare Grundlage für

  • Gestalterische Berufe
  • Freie und Angewandte Kunst
  • Handwerk & Design
  • Natur- und Geisteswissenschaftliche Berufe
  • Soziale Berufe und Berufe in der Industrie

Zur Festschrift

REFLEXION DES EIGENEN POTENTIALS

DAS INDIVIDUUM UND DIE GRUPPE

Im Ausbildungsprogramm haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, die eigenen Erfahrungen während der Arbeit, also die Stärken und Schwächen in unterschiedlichen Arbeitsphasen, gezielt zu reflektieren. 

„Wie bin ich mit unerwarteten, kreativen Ergebnissen umgegangen?“ 
„Wie entschlossen habe ich meine Entscheidungen getroffen?“ 
„Konnte ich Anregungen anderer sinnvoll verwerten?“ 

Durch die Reflexion der eigenen Tätigkeit lernen die Teilnehmenden ihr individuelles Potential einzuschätzen, Stärken zu nutzen und Defizite auszugleichen. Sie treffen eigenständige Entscheidungen und werden dadurch handlungsfähig. Den Rahmen dafür bietet die Gestaltungstätigkeit und das handwerkliche Tun: Die Erfahrungen, die hier gemacht werden, sind nicht auf die gestalterischen Bereiche beschränkt, sondern übertragbar auf nahezu jeden Aspekt unserer Arbeitswelt. Im gemeinsamen Kommunikationsprozess sollen Fähigkeiten zu respektvollem Austausch, differenziertem Urteil und schöpferischer Initiative gefördert werden. Die gemeinsame Arbeit in der Gruppe fordert darum alle heraus, ihr eigenes, geeignetes Maß an Nähe, Solidarität, Offenheit und Abgrenzung zu finden, dadurch kann auch einer zunehmenden Unsicherheit im sozialen und gesellschaftlichen Umgang begegnet werden.