Seminare & Workshops

Parallel zur künstlerischen Werkstattarbeit bilden die THEORIESEMINARE der Kunstgeschichte, Kunst- und Designtheorie ein wichtiges Moment in der pädagogischen Ausrichtung der WWN. Die Fächer werden begleitend zur konkreten Gestaltungsarbeit in Blockseminaren angeboten und sollen den Schülern die Reflexion ihrer Gestaltungsarbeit ermöglichen. Die sich ergebenden Schnittstellen, an denen theoretische und praktische Arbeit immer wieder neu zusammen kommen, verhelfen den Teilnehmenden ihr gestalterisches Denken und Handeln zu überprüfen und sich selbst im Prozess auszuloten. Dadurch zeigen die Theoriefelder den aktuellen und zukunftsfähigen Kontext der Bildungsarbeit an der WWN auf.

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MODELLBAU

MODELLBAU

Die Modellbauwerkstatt bietet den Raum eigene Gestaltungsideen zu erarbeiten, zu visualisieren und „begreifbar“ zu machen, frei von konkreten Materialvorgaben. Modelle sind wichtige Begleiter in den Entwurfsphasen, an denen gestalterisch-formale und technische Probleme oft schneller erkannt werden. Es geht um das Finden von guter Form und Proportion, denn Skizzen und Modelle sind ideale Mittel zur Verständigung mit Dritten: Erst sie ermöglichen es oft mit anderen eine Idee weiterzuentwickeln. Es werden die Grundlagen vermittelt um über das Arbeitsmodell zu einem Präsentationsmodell zu gelangen; die gewonnenen Erfahrungen finden idealerweise Anwendung bei der Arbeit in den Materialwerkstätten.

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THEATER

THEATER

Hier geht es, anders als man vermuten könnte, nicht vorrangig um die Vermittlung von Techniken und Fertigkeiten aus Schauspielausbildung und Theaterpädagogik. Die Methoden bilden in einem spielerischen und improvisatorischen Rahmen den didaktischen Hintergrund um eine körperliche „Haltung“ der Durchlässigkeit und Eigenverantwortung zu vermitteln, die es ermöglicht die eigene Intuition wahr und ernst zu nehmen und sie in den kreativen Prozess und die Lebensgestaltung einfließen zu lassen. Das Seminar führt Theaterübungen zu verschiedenen Themen durch und vermittelt Einblicke in die Rollenarbeit, Körperarbeit, Improvisation und Reflexion.

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PERSPEKTIVISCHES ZEICHNEN

PERSPEKTIVISCHES ZEICHNEN

Die Einführung in das perspektivische Zeichnen liefert eine Grundlage für den Entwurfs- und Gestaltungsprozess in den einzelnen Werkstätten. Gestaltungsideen werden visuell, als Skribbel, Skizze und Entwurfszeichnung umgesetzt, wodurch gestalterische und technische Probleme schon während der Entwurfsphase durchdacht und gelöst und mit dem Dozenten anhand von Referenzskizzen besprochen werden können. „Wer sehen kann, kann auch zeichnen; wer zeichnen kann, der kann auch sehen.“

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VISUELLE KOMMUNIKATION

VISUELLE KOMMUNIKATION

Wie wir kommunizieren hat unmittelbaren Einfluss auf die Gestaltung unserer Lebens- und Arbeitswelt. Ziel des Unterrichts ist es die Teilnehmenden durch Übungen, Exkursionen und Filme für die Bedeutung der Thematik zu sensibilisieren und ihnen einen Einblick in die Grundlagen und Möglichkeiten konstruktiver Kommunikationskultur zu geben. Der Unterricht behandelt die grundlegenden Fragen von Wahrnehmung und Wirkung visueller Kommunikation; Erkenntnisse werden anhand von Entwürfen erarbeitet und reflektiert.

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DESIGNTHEORIE

DESIGNTHEORIE

Die hohe Komplexität der heutigen Gesellschaften fordert auch das Design heraus: Wie kann es seinen Beitrag zur Orientierung, Klärung und nützlichen Gestaltung leisten? Und welche soziale Funktion erfüllt der Designer im Besonderen und das Design im Allgemeinen? Das Seminar behandelt Methoden, Strategien und Analysen zum Begriff Design. Es dient sowohl zur Erprobung als auch zum Nachdenken über gestalterischer Arbeit im Kontext (post-) industrieller Produktion. Design realisiert sich in der Auseinandersetzung mit der jeweiligen Wirklichkeit; konkret wird an ausgewählten Serienprodukten die detailgenaue Wahrnehmung geschult und die kritische Diskussion eingefordert. Filmbeiträge ergänzen das Programm, das auf detaillierte Einblicke in historische und aktuelle Designprozesse ausgerichtet ist.

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KUNSTGESCHICHTE

KUNSTGESCHICHTE

Theorieseminar mit inhaltlichen Schwerpunkten in der Werk- und Stilkunde der Neuzeit und Gegenwart: Im Laufe der Jahrhunderte haben sich viele Kunstwerke der bildenden Kunst erhalten und angesammelt. Kunstgeschichte ist der Versuch diesen immensen Schatz zu besichtigen und zu ordnen. Es gibt Kontinuitäten und Brüche im Herstellen von Kunst, im Denken über und Handeln mit Kunst und Kunstwerken und in der Wertschätzung und Rezeption von Kunst. Medien, Formen, Strategien und Methoden verändern sich aus vielen Gründen innerhalb sehr unterschiedlicher Rahmenbedingungen, die an der Entstehung von Kunst mitbeteiligt sind. Nicht nur die einzelnen Künstler und Künstlerinnen schaffen Kunst, sondern auch die Gesellschaft, in der und für die sie arbeiten. Es gibt also sehr viel zu erzählen und zu besichtigen, zu entdecken und zu sehen.

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KUNSTTHEORIE

KUNSTTHEORIE

Jede Kunst hat ihre Theorie. Sie bedeutet nicht ausschließlich das Sprechen über das, was einmal gemacht wurde, sondern auch die Rechtfertigung, weiter Kunst machen zu können oder sie anders zu machen als bisher. Das können wir verstehen, indem wir moderne Dogmata aufdecken, die Kunstwerken eingeschrieben oder in künstlerischen Manifesten nachlesbar sind. Im Fach Kunsttheorie geht es um eine möglichst sinnliche und sprechende Auseinandersetzung mit der Kunst der Moderne und Gegenwart, nach Möglichkeit am Original.

ZUSATZANGEBOTE

MAPPENGESPRÄCHE – Das begleitendes Zusatzangebot zum Werkstattjahr richtet sich an Teilnehmende, die eine Bewerbungsmappe für Hochschulen im gestalterischen Bereich anfertigen möchten. An sechs über das erste Halbjahr verteilten Montagen werden im individuellen Gespräch Berufswünsche, Mappenkonzepte und einzelne Arbeiten intensiv besprochen.

AKTZEICHNEN - Das begleitende Zusatzangebot findet einmal pro Woche abends statt. In dem kontinuierlichen Kurs wird figürliches Zeichnen von Grund auf vermittelt. Das Aktzeichnen eignet sich besonders als Vorbereitung für die Mappenerstellung und die Eignungsprüfung.